Thrower, Flooder oder Zoom-Taschenlampen: Welche Option ist am besten für dich?

Thrower, Flooder oder Zoom-Taschenlampen: Welche Option ist am besten für dich?

09 Nov, 2022
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Der Lichtkegel ist wohl einer der wichtigsten Charakteristiken bei Taschenlampen, von der du deine Kaufentscheidung abhängig machen solltest. Denn der Lichtkegel hat einen großen Einfluss darauf, für welche Zwecke sich die Taschenlampe jeweils am besten eignet. Generell gilt, je schmaler und fokussierter der Lichtstrahl ist, desto weiter und zielgerichteter kannst du mit einer Taschenlampe in die Ferne leuchten. Wenn der Lichtkegel einer Taschenlampe dagegen besonders breit ist, eignet sie sich ideal, um die nähere Umgebung großflächig auszuleuchten.

 

Man spricht in diesem Zusammenhang bei Taschenlampen auch von “Throwern” und “Floodern”. In diesem Artikel werden wir deshalb beleuchten, was es mit diesen beiden Begriffen auf sich hat. Zudem werden wir uns verschiedene Taschenlampen-Typen, wie welche mit Zoomfunktion oder einer TIR-Linse, genauer ansehen.

 

Was ist eine “Thrower” LED Taschenlampe?

Taschenlampen, die auf das Ausleuchten von großen Distanzen ausgelegt sind, werden als “Thrower” (Werfer) bezeichnet. Bei ihnen ist der Lichtkegel relativ schmal, dafür aber extrem fokussiert, weshalb mit Throwern auch sehr weit entfernte Objekte gezielt angeleuchtet werden können.

 

So erreichen bereits kleinere Modelle Reichweiten von bis zu 300 Metern. Leistungsstärkere Thrower-Taschenlampen haben sogar eine Reichweite von mehreren Tausend Metern. Leuchtet man mit so einem Modell nachts in den Himmel, sieht der Lichtkegel so aus, als würde er endlos in die Finsternis strahlen.

 

Charakteristisch für den Lichtkegel von Throwern ist ein also kleiner und heller Spot mit wenig bis gar keinem Spill. Zur Begriffserklärung: Beim Spot einer Taschenlampe handelt es sich um den hellen Mittelpunkt ihres Lichtstrahls, während der Spill den weniger hellen, äußeren Bereich des Lichtstrahls bezeichnet.

 

Neben der verwendeten LED haben auch der jeweilige Reflektor bzw. die Linse einen großen Einfluss auf die Charakteristik des Lichtkegels. Eine Linse, die sich besonders gut für Thrower eignet ist die TIR-Linse, deren Aufbau und Funktionsweise wir dir jetzt mal ein bisschen besser erklären werden.

TIR-Linsen - perfekt für Thrower?

Die grundlegende Funktion von TIR-Linsen ist mit der von Reflektoren identisch: Sie bündelt das Licht der LED zu einem Strahl, damit das Licht der Taschenlampe auf einen bestimmten Punkt fokussiert werden kann. Allerdings können TIR-Linsen das Licht noch gezielter und effizienter bündeln als ein Reflektor.

Das liegt daran, dass die Linsen so konstruiert sind, dass es zu der namensgebenden “Total Internal Reflection", also Totalreflexion kommt. Das bedeutet, dass das Licht zu 100% gezielt reflektiert wird, sodass das Licht komplett kontrolliert nach vorne gerichtet aus der Taschenlampe scheint.


Um das zu ermöglichen, ist eine TIR-Linse im Prinzip wie ein Kegel mit einem Loch in der Mitte aufgebaut und besteht aus hocheffizienten optischen Materialien, die einen eng gebündelten Strahl erzeugen.

Beim Einsetzen der Linse wird das Loch dann genau oberhalb der LED platziert, damit alle Lichtstrahlen, die auf den flachen Boden dieses Loches treffen, erfasst werden und gebündelt durch die Frontseite der Optik austreten.

 

Reflektoren können das Licht nicht ganz so gut bündeln, weil ein großer Teil des Lichts einfach direkt aus der LED gestrahlt wird, ohne mit dem Reflektor in Kontakt zu kommmen. Bei solchen Taschenlampen ist der Lichtstrahl also nicht komplett kontrolliert, was sich an einem stärkeren Spill bemerkbar macht.

 

Charakteristisch für TIR-Linsen ist ein verhältnismäßig großer Spot und ein relativ schwacher Spill. Allerdings kann auf die genaue Lichtcharakteristik einer TIR-Linse bei der Herstellung noch viel Einfluss genommen werden, damit für alle Ansprüche eine entsprechende Linse zu finden ist.

Die Vor- und Nachteile von Throwern

Thrower Taschenlampen haben einen besonders hellen Spot und eine enorme Reichweite, weshalb sie besonders gut dafür geeignet sind, um weit entfernte Objekte auszuleuchten. Deshalb eignen sich Thrower am besten für Fotografen, Wanderungen, Jäger, Sicherheitsdienste, Strafverfolgung oder Taschenlampen Fans.

 

Vorteile:

● Heller und fokussierter Spot, so gut wie kein Spill

● Große Reichweite und zielgerichtete Beleuchtung

 

Nachteile:

● Schlechte bzw. sehr fokussierte Ausleuchtung der direkten Umgebung

● Schmaler Lichtkegel

 

Was ist eine “Flooder” LED Taschenlampe

Die sogenannten Flooder (Fluter, bzw. Flutlicht) eignen sich am besten dazu, die unmittelbare Umgebung großflächig auszuleuchten. Charakteristisch für Flooder LED Taschenlampen ist, dass sie im Gegensatz zu Throwern keinen konzentrierten Spot haben, sondern viel mehr in die Breite leuchten. Trotzdem sind Spot und Spill manchmal noch sichtbar. Jedoch grenzen sie sich dann nicht so extrem voneinander ab, weil es keinen starken Unterschiede in ihrer Helligkeit gibt.


Die Vor- und Nachteile von Floodern

Flooder LED Taschenlampen eignen sich also am besten zum Wandern im Dunkeln, zur Ausleuchtung der Umgebung, oder einfach nur, um beim Campen nachts zur Toilette zu finden, ohne dabei über Hindernisse zu stolpern.

 

Vorteile:

● Sehr gute Ausleuchtung der Umgebung

● Breiter Lichtkegel

 

Nachteile:

● Schlechte Reichweite

Taschenlampen mit Zoomfunktion - der perfekte Hybrid?

Aber muss man sich immer entweder für einen Flooder oder einen Thrower entscheiden? Welche Optionen gibt es, wenn du eine Taschenlampe willst, mit der du je nach Situation entweder deine nähere Umgebung breitflächig ausleuchten oder gezielt in die Ferne leuchten willst?

 

Wenn du dich nicht auf einen der beiden Anwendungsbereiche festlegen möchtest, dann sind Taschenlampen mit einer Zoom-Funktion perfekt für dich. Bei denen kann der Lichtkegel nämlich situationsgemäß so eingestellt werden, dass er gebündelt wird und besser in die Ferne leuchtet, oder breitflächig die Umgebung erhellt.

 

Das funktioniert indem der Abstand zwischen der LED und der Linse verändert werden kann. Normalerweise kann man dazu den Kopf der Taschenlampe hin- und herdrehen, um den Lichtkegel breiter oder schmaler werden zu lassen. Desto näher die LED und Linse beisammen sind, desto gleichmäßiger und breiter leuchtet die Taschenlampe - ideal zum Beleuchten der näheren Umgebung.

 

Wenn LED und Linse weit auseinander sind, dient der Lampenkopf sozusagen als Reflektor und bündelt das Licht so stark, dass nur noch ein Spot, ohne Spill, zu sehen ist. Dadurch hat der Lichtkegel dann eine möglichst hohe Reichweite.

 

Allerdings sind Zoom-Taschenlampen ein bisschen wie ein Scheizer Taschenmesser: Sie können ein bisschen von allem, aber nichts davon perfekt. Wenn du also weißt, dass du hauptsächlich entweder weit entfernte Objekte, oder deine direkte Umgebung beleuchten willst, solltest du dich lieber entweder für einen Thrower oder einen Flooder entscheiden. In vielen Fällen kann es aber echt praktisch sein, wenn sich der Lichtkegel einer Taschenlampe immer an die jeweilige Situation anpassen lässt.


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